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ISKU
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NFORMATIONSSTELLE KURDISTAN E.V.

Kurdistanhilfe e.V.

Kurdistanhilfe e.V.

Liebe Freundinnen und Freunde!

Die Kurdistanhilfe wurde 1992 gegründet und ist seither als gemeinnütziger Verein beim Vereinsregister Hamburg eingetragen.

Der Gründungsimpuls entstand aus der ersten Delegationsreise in die kurdischen Gebiete der Türkei, damals auf Einladung der Ölarbeiter- und Chemiegewerkschaft Petrol Is in Batman.

Batman ist eine eine halbe Million Einwohner zählende, von der Ölförderung und –Rafffinerie geprägte Großstadt , zwei Autostunden in südöstlicher Richtung entfernt von Diyarbakir, der sog. heimlichen Hauptstadt Kurdistans.

Damals galt Batman als gefährlichste Stadt der Türkei, weil dort in der ersten Hälfte der 90er Jahre mehrere hundert Menschen von ‚unbekannten Tätern’ aus Kreisen des Geheimdienstes ermordet wurden. Die Opfer waren Menschenrechtsaktivisten, Journalisten, Bürgermeister, Gewerkschafter, aber auch Zeitungsverkäufer, Kleinbauern und Arbeiter. Am bekanntesten ist die auf offener Straße erfolgte und nie gesühnte Erschießung des kurdischen Parlamentabgeordneten Mehmet Sincar, der mit einer Untersuchungskommission nach Batman gefahren war.

In dieser Situation beschlossen Teilnehmer/innen aus dem Kreis der ersten Hamburger Delegation, Geld für einen Notarztwagen zu sammeln und diesen zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung nach Batman zu schicken.

Das Projekt wurde mit sehr viel Elan begonnen, ließ sich jedoch nicht umsetzen, da die türkische Armee dazu überging, die nicht zur Kollaboration bereiten Dörfer auch und besonders in der weiteren Umgebung von Batman zu entvölkern und zu zerstören. Insgesamt 4000 Dörfer fielen dieser Strategie der verbrannten Erde zum Opfer. Mehrere Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen.

Die nun offiziell begründete Kurdistan-Hilfe trug der sich verschärfenden Situation Rechnung und stellte sog. Notfallkoffer für die medizinische Grundversorgung Kranker und Verletzter zusammen und schaffte sie unter erheblichen logistischen Schwierigkeiten nach Kurdistan.

Des weiteren wurden jährliche Delegationsreisen mit meistens gut einem Dutzend Teilnehmern/innen im März, zur Zeit des kurdischen Neujahrsfestes Newroz, in nahezu alle kurdischen Städte innerhalb der Türkei organisiert.

Diese Delegationen standen unter der Schirmherrschaft verschiedener Gewerkschaften (der GEW und den Quellgewerkschaften von ver.di – der HBV, der ÖTV und der IG Medien), der Humanistischen Union, der Nordelbischen Kirche und verschiedenen Parteien (zu Beginn noch der GAL, dann dem Regenbogen, dem SSW - der Partei der dänischen und friesischen Minderheit in Schleswig-Holstein und in den vergangenen Jahren zunächst der PDS und dann DER LINKEN). 2010 beteiligten sich der Hamburger Bundestagsabgeordnete Jan van Aken, der Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft Norbert Hackbusch sowie der Kieler Landtagsabgeordnete Björn Thoroe an der Reise.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten bestand in der Beteiligung an der weltweiten Kampagne gegen den Bau des Ilisu-Staudamms mit der Folge der Versenkung und unwiederbringlichen Zerstörung der zehntausend Jahre alten Stadt Hasankeyf am Tigris, nicht weit entfernt von Batman. Betroffen wäre allerdings nicht nur das kulturhistorisch einzigartige Weltkulturerbe, sondern auch das gesamte Ökosystem des Tigris und die Heimat und Existenzgrundlage der Bewohner/innen von 120 Dörfern. Diese mit vielfältigen phantasievollen Aktionen betriebene Kampagne hat vielleicht dazu beigetragen, dass Deutschland und die Schweiz mit ihren Bürgschaften für den geplanten Mega-Staudammbau ausgestiegen sind. Ob dies das Projekt letztlich nachhaltig verhindern wird, bleibt abzuwarten.

Als aktuellstes Projekt stellt sich jetzt die Finanzierung eines Ärztinnenwagens für die Kandil-Berge in Süd-Kurdistan (Nordirak). Hierzu verweisen wir auf die gesonderte Projektbeschreibung.

 

Was können Sie tun?

 

Geld spenden, zweckgebunden für den Ärztinnenwagen, oder allgemein für Veranstaltungen mit Gästen aus Kurdistan und deren Dolmetschern/innen. Teilnehmen an diesen Veranstaltungen, den jährlichen Delegationsreisen und Demonstrationen unter dem Motto Frieden und ein Recht auf Selbstbestimmung für Kurdistan und das kurdische Volk.

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