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Erdbeben in kurdischen Gebieten

Spenden-Stichwort: „Erdbebenhilfe“

Spenden für die Bevölkerung in den Erdbebengebieten wurden gesammelt!

Im Februar 2023 gab es ein vernichtendes Erdbeben in den Regionen von Nordkurdistan und Nord- und Ostsyrien.

Die Kurdistanhilfe hat deshalb 2023 und 2024 größere Summen an Heyva Sor a Kurd überwiesen, so konnte der Kauf von lebensnotwendigen Dingen wie Zelten, Öfen, Decken, Lebensmitteln, Hygieneprodukten, Milch, Kindernahrung etc. unterstützt werden.

Nach dem das anfängliche mediale Interesse abgeflaut war, sammelte die Kurdistanhilfe e.V. weiterhin. Denn insbesondere in den Regionen mit kurdischer Bevölkerung kaum staatliche Hilfe ankam. Viele sind nach wie vor obdachlos, es fehlt an medizinischer Versorgung und Möglichkeiten der Existenzsicherung. So sind die Betroffenen nach wie vor dringend auf Spendengelder angewiesen, um ihre Würde zu wahren und sich selber zu helfen.

Zur direkten Unterstützung der Menschen arbeitet die Kurdistanhilfe weiterhin mit dem Verein Heyva Sor a Kurdistanê e. V. (Kurdischer Roter Halbmond) zusammen, der vor Ort tätig ist.

Für das Projekt ‚Erdbebenhilfe‘ wurden
im Jahr 2023  60.000 €,
im Jahr 2024    5.050 € an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.

Weitere Spendenkampagnen der Kurdistanhilfe e.V. finden sie unter der Rubrik „aktuelle Projekte“.

Demokratische Bildung und Ausbildung gegen die IS-Ideologie im Camp Al Hol

Stichwort: Bildungsarbeit“

Aktuell leben im Camp Al Hol über 50.000 Menschen, davon 90% Frauen und Kinder. Das Camp ist eine riesige Zeltstadt und in 7 Bezirke unterteilt. Ein Teil der Bewohner:innen sind 2014-16 vor den Truppen des Islamischen Staates (IS) geflüchtet. Sie müssen nun an demselben Ort leben wie die Familienangehörigen inhaftierter IS-Mitglieder, die z.T. fanatisch die IS-Ideologie vertreten und ihre Kinder entsprechend erziehen.

Es gibt einen Bezirk in dem Camp, in dem sich ca. 7.500 IS-Angehörige aus anderen Staaten (50-60 Nationen) befinden. Auf Grund der fehlenden internationalen Unterstützung ist die Selbstverwaltung nicht in der Lage, das Camp umfassend zu kontrollieren. In einigen Bereichen haben sich neue IS-Zellen gebildet. Mord, Entführung und Erpressung sind dort an der Tagesordnung. Die Kinder, die z.T. mittlerweile zu jungen Männern herangewachsen sind, kennen nichts anderes als die IS-Weltsicht.

 

Die Arbeit der Frauenstiftung

Die Stiftung der freien Frau in Syrien (» WJAS) arbeitet im Camp Al Hol bisher in den Bezirken 1-4. Die anderen Bezirke sind zu gefährlich. Es gibt Kurse im Gesundheitsbereich, Näh-, Sprach- und Handarbeitskurse sowie Bildungs- und psychologische Angebote. Ein starker Fokus liegt auf der Unterstützung von traumatisierten Frauen und Kindern. Alle Angebote finden aus Sicherheitsgründen nur in den Bezirken 1-4 statt, aber es kommen aus fast allen Bezirken Frauen, um von den handwerklichen Ausbildungsangeboten zu profitieren. 

Spendenprojekt 2023: ein größeres Haus für das Frauenzentrum in Al Hol

Nachdem die Stiftung der freien Frau als Zivilorganisation von vielen Frauen im Camp Al Hol akzeptiert wurde, war das Stiftungsgebäude mit zwei kleinen Räumen nicht mehr groß genug. Mit Hilfe von Spenden – u.a. der Kurdistanhilfe – wurde ein größeres Gebäude gebaut, das den Frauen auch mehr Schutz bieten kann.

» über den Ausbau der Arbeit der Frauenstiftung in Al Hol (PDF)

» Bericht einer Frauendelegation im Camp Al Hol (PDF)

Für das Projekt ‚Bildungsarbeit in Al Hol‘ sind im Jahr 2023 10.000 €,
an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.

 

Prothesenwerkstatt in Qamişlo

Stichwort: „Prothesenwerkstatt“

In der Stadt Qamişlo befindet sich das „Heim der Verletzten“. Es ist ein Reha-Zentrum, in dem sich zumeist Arm- oder Beinamputierte aber auch Querschnittsgelähmte befinden. Das Reha-Zentrum besteht aus einer Etage mit Betten für die Patient:innen und einem Raum für Reha-Übungen. Es ist Teil der einzigen Prothesenwerkstatt der Föderation Nord-Ost-Syrien (ehemals Rojava). Die Werkstatt wird von einem Prothesenbauer geleitet. Mit ihm arbeiten weitere Mitarbeiter:innen an den Prothesen.

Für Betroffene bedeutet die Versorgung mit einer Prothese eine Perspektive für ein Leben nach dem Krieg und auf ein würdevolles Leben. Die Herstellung und Anpassung einer Prothese benötigt aktuell 2–3 Wochen und kostet etwa 3.000 Dollar. Für Betroffene sind die Prothesen allerdings kostenlos. Über 3.000 Personen konnte schon geholfen werden. Doch viele warten noch auf eine Prothese. Angesichts mehrerer Zehntausend zu Versorgender fehlt es an ausreichend Maschinen und Material zur Fertigung der dringend benötigten Prothesen.

Damit alle Betroffenen in einem zumutbaren Zeitraum die Chance auf eine Prothese erhalten, war der Ausbau der Kapazitäten der Prothesenwerkstatt dringend erforderlich. Es wurde Material und Werkzeug angeschafft, sowie die Räumlichkeiten erweitert.

Für das Projekt ‚Prothesenwerkstatt in Qamişlo‘ wurden
von der Kurdistanhilfe insgesamt ca. 15.000 €
an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.

Weitere Spendenkampagnen der Kurdistanhilfe e.V. finden sie unter der Rubrik „aktuelle Projekte“.

Bildung und Empowerment für die Frauen in Aleppo und der Region Şehba

Stichwort: Aleppo

Die Stiftung der freien Frau in Syrien (» WJAS) unterstützt Frauen mit ihren Arbeiten in Rojava (westlicher Teil von Kurdistan) und Syrien wirtschaftlich, gesellschaftspolitisch, kulturell und in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Die Stiftung hat in den Stadtvierteln von Aleppo Şêxmeqsûd und Eşrefi, sowie in der Region Şehba, mit einer multiethnischen Bevölkerung, ein Bildungsangebot etablieren können.

Bildungszentrum Aleppo
Foto: WJAS

Das neue Büro und Ausbildungszentrum in Aleppo wurden am 18. Mai 2024 eröffnet. Die Stiftung (» WJAS) hat von der Stadtverwaltung von Şêxmeqsûd mietfreie Räume zu Verfügung gestellt bekommen. In zwei gegenüberliegenden Wohnungen gibt es Platz für sechs Büro- und Ausbildungsräume. Es können Nähkurse, Computerkurse, Friseurkurse, Sprachkurse (arabisch, kurdisch und englisch) und Erste-Hilfe-Kurse angeboten werden. Von hier aus sollen auch in den Camps für Geflüchtete in Şehba Angebote für Frauen (Beratung, Bildung und Ausbildung) aufgebaut werden. Die Wohnungen in Şêxmeqsûd waren in einem

Tisch für Friseurin-Ausbildung
Foto: WJAS

sehr schlechten Zustand, so dass hohe Kosten für Renovierungsarbeiten anfielen. Es wurden 18.000 Dollar benötigt. Ein Teil der Einrichtung und Ausstattung für die Kurse konnte schon angeschafft werden, aber es wird Geld für weitere Anschaffungen benötigt wie z.B. elektrische Nähmaschinen und weitere Laptops für die Computerkurse. Zudem müssen monatlich die laufenden Kosten für das Büro und die Gehälter aufgebracht werden. Um die Arbeiten in den Camps für Geflüchtete in Şehba aufbauen zu können, wird unbedingt ein Auto benötigt.

» über die Bildungsarbeit der WJAS in Aleppo (PDF)

Für das Projekt „Bildungsarbeit in Aleppo“ sind
im Jahr 2024  10.000 € an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.

Spendenaktion für das Physiotherapiezentrum im Camp Mexmûr

Behandlung im Physiozentrum Mexmûr

Die Gesundheitskommission des Camp Mexmûr (Machmur) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das seit 2003 bestehende Physiotherapiezentrum erweitert werden sollte. In den bisherigen Räumen werden täglich 15 bis 20 Personen behandelt. Ein Team aus zwei Physiotherapeutinnen und einem Physiotherapeuten arbeitet mit Menschen mit verschiedenen Beschwerden, vor allem Rückenbeschwerden, aber auch mit (kriegs-)verletzten Angehörigen der Camp-Bevölkerung, die in der zu Wiederherstellung ihres Bewegungssystems eine spezielle Physiotherapie benötigen.

Dieses Physiotherapiezentrum ist an Grenzen gestoßen, da sich eine Behandlung von Frauen und Männern in den gleichen Räumen aus kulturellen Traditionen verbietet und deshalb zeitlich versetzt gearbeitet werden musste. Der zunehmende Bedarf hat nun dazu geführt, dass weitere Räume gebaut wurden, damit ein Bereich nur für Frauen und einer nur für Männer ausgerichtet werden kann.

Außerdem wurden verschiedene Geräte für physiotherapeutische Behandlungen angeschafft.

» mehr Informationen (PDF)

Für das Projekt ‚Physiotherapiezentrum‘ sind
im Jahr 2022  8.480,00 €
an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.

Weitere Spendenkampagnen der Kurdistanhilfe e.V. für die Gesundheitsversorgung im Mexmûr finden sie unter der Rubrik „aktuelle Projekte“.

Spendenaktion: Hilfe für Efrîn-Flüchtlinge

Flüchtlingslagern bei Sheba

 

Anfang 2018 führte die Türkei mithilfe islamistischer Milizen und deutscher Rüstungsgüter wie dem Panzer Leopard II einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das rätedemokratisch organisierte Efrîn, einem der Kantone der Föderation Nordost-Syrien und dem einzigen, das bis dato vom Bürgerkrieg verschont geblieben war. Mit der Besatzung von Efrîn durch die Türkei sind Hunderttausende Menschen zur Flucht gezwungen worden. Heute leben viele von ihnen unter schwierigsten Bedingungen in mehreren Flüchtlingslagern bei Sheba.

Für das Projekt ‚Hilfe für Afrin-Flüchtlinge‘ sind
im Jahr 2018 6.000 €,
im Jahr 2020 5.000 €
an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.