Spenden-Stichwort: „WJAS“

Foto: Karin Desmarowitz
Die WJAS ist seit 2014 in Rojava (Nordost-Syrien) aktiv. Sie wurde von kurdischen und arabischen Frauen gegründet und unterstützt Frauen und Kinder, die von Krieg und Armut betroffen sind. Sie fördert Frauen und Kinder in ihrer Selbstermächtigung, z. B. durch die Errichtung von Projekten wie Frauenkooperativen, -gesundheitszentren, -parks, Kindergärten und einem Waisenhaus. Zudem arbeitet sie in den Flüchtlingscamps Al Hol, Roj und Newroz zur Unterstützung von Frauen und Kindern. Nähere Information zu der umfangreichen Arbeit der Stiftung finden Sie auf der Internetseite der » WJAS.
2023/24 hat sich die Situation in Nordost-Syrien durch die gezielten Angriffe der Türkei und damit die Zerstörung von Infrastruktur für die Bevölkerung dramatisch verschlechtert.
Trotz dieser erschwerten Bedingungen konnte die Arbeit der Frauenstiftung weitergeführt werden. Auch die Kurdistanhilfe e.V. konnten einen erheblichen finanziellen Beitrag dazu leisten, diese wichtige Arbeit zu unterstützen. So konnte durch großzügige Spenden ein Generator für das Waisenhaus in Kobanê angeschafft werden, ein erheblicher Beitrag für die Bildungsarbeit in Camp Al Hol geleistet und das Frauendorf Jinwar durch einen Beitrag zur Solaranlage unterstützt werden.
Aktuell laufen Spendenkampagnen der Kurdistanhilfe e.V. für folgende Projekte der Frauenstiftung:
Frauenzentrum in Al Hol
» über den Ausbau der Arbeit der Frauenstiftung in Al Hol (PDF)
Bildungszentren in Aleppo und Şehba
Diese Regionen sind abgetrennt von den Gebieten der Demokratischen Selbstverwaltung in Nordost-Syrien (DAANES) und umgeben vom syrischen Regime und der türkischen Besatzungszone. Die Bedingungen sind wegen eines verschärften Embargos und der andauernden Angriffe des türkischen Staates auf das an der Grenze zu Efrin gelegene Şehba äußerst schwierig. Dieses Gebiet war auch vom Erdbeben Anfang 2023 betroffen.
Die Frauenstiftung » WJAS hat im Mai 2024 ein Büro und Ausbildungszentrum in Aleppo eröffnet. Es können Nähkurse, Computerkurse, Friseurhandwerkkurse, Sprachkurse (arabisch, kurdisch und englisch) und Erste-Hilfe-Kurse angeboten werden. Auch unterschiedliche Bidungsseminare werden dort stattfinden. Von hier aus sollen auch in den Camps für Geflüchtete in Sehba Angebote für Frauen (Beratung, Bildung und Ausbildung) aufgebaut werden.
Die Kurdistanhilfe e.V. sammelt Spenden für elektrische Nähmaschinen und Laptops, für die laufenden Kosten und die Anschaffung eines Autos.

Foto: Karin Desmarowitz
Waisenhaus in KobanêEinen Arbeitsbereich der Frauenstiftung stellen pädagogische Angebote dar.
So baute die Frauenstiftung mehrere Kindergärten auf (die mittlerweile von den Kommunen übernommen wurden) und in Kobanê ein Waisenhaus. Das sehr große Gebäude wurde 2016/2017 mit finanzieller Hilfe aus Europa als Teil des Wiederaufbaus der nahezu zerstörten (80%) Stadt, gebaut und 2018 in Betrieb genommen wurde. Es war ursprünglich konzipiert für Waisenkinder, die ihre Eltern in dem brutalen Krieg gegen den Islamischen Staat (IS) verloren haben.
In Zusammenarbeit mit der WELLE, Hanau, wurden in mehreren Modulen vor Ort die Mitarbeiterinnen des Waisenhauses in Traumatherapie geschult.
Mit dem Aufwachsen von Kindern in einem nicht-familiären Kontext, hat die Frauenstiftung Neuland betreten. In früheren Jahren kamen verwaiste oder aus anderen Gründen nicht bei den Eltern lebende Kinder zu Verwandten oder in wohlhabende Familie wo sie häufig billige Arbeitskräfte darstellten. Die Mädchen wurden oft sehr früh verheiratet.

Foto: Karin Desmarowitz
Ari Kliniken
Die Frauenstiftung betreibt an 5 Standorten Einrichtungen zur Basis-Gesundheitsversorgung, die sogenannten Ari-Kliniken. In Tepke, Qamişlo, Hesekê und Dirbêbesyê wird hier eine Basisgesundeitsversorgung für Frauen und Kinder aus finanziell schwachen Familien angeboten, die sonst keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben. Das Angebot umfasst allgemeinmedizinische, pädiatrische und gynäkologische Untersuchung und Behandlung im ambulanten Rahmen. Das Fachpersonal bestehend aus Ärzt*innen und Krankenpfleger*innen ist in Teilzeit fest angestellt. Für die Behandlung wird ein symbolischer Betrag (umgerechnet 50-75 EURO-Cent) erhoben. Finanziell benachteiligte Menschen und die seit Dezember 2024 neu Geflüchteten werden kostenlos behandelt. Die verordneten Medikamente werden kostenfrei ausgegeben.
In der sich zuspitzenden Situation unter dem Krieg niederer Intensität und seit Jahren bestehendem Embargo, Wasser- und Lebensmittelknappheit steht die Bevölkerung unter enormen Druck. Die psychische und physische Belastung ist hoch und wirkt sich auf die Gesundheit der Menschen, insbesondere der Frauen und Kinder aus. Zudem sind aktuell hunderttausende Menschen innerhalb Syriens auf der Flucht. Für viele Menschen sind die Ari-Kliniken wichtige Anlaufstellen. Sie leisten neben der medizinischen Beratung, Diagnostik und Therapie auch einen Beitrag zur Prävention durch Aufklärung zu medizinischen Themen und unterstützen auch in emotionalen und mentalen Krisensituationen.

Foto: Karin Desmarowitz

Foto: Karin Desmarowitz
» Frauendorf Jinwar
Für das Projekt ‚WJAS‘ sind
im Jahr 2019 8.900 €,
im Jahr 2020 119.000 €,
im Jahr 2021 46.601 €,
im Jahr 2022 120.000 €,
im Jahr 2023 126.000 €,
im Jahr 2024 80.000 € an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.
Die Kurdistanhilfe e.V. sammelt weiterhin Spenden für die WJAS.
Spenden-Stichwort: „WJAS“
Hamburger Sparkasse
DE40 2005 0550 1049 2227 04
BIC (SWIFT) HASPADEHHXXX
Zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung bitte die Adresse auf der Überweisung angeben.
Spenden-Stichwort: „Erdbebenhilfe“
Spenden für die Bevölkerung in den Erdbebengebieten wurden gesammelt!
Im Februar 2023 gab es ein vernichtendes Erdbeben in den Regionen von Nordkurdistan und Nord- und Ostsyrien.
Die Kurdistanhilfe hat deshalb 2023 und 2024 größere Summen an Heyva Sor a Kurd überwiesen, so konnte der Kauf von lebensnotwendigen Dingen wie Zelten, Öfen, Decken, Lebensmitteln, Hygieneprodukten, Milch, Kindernahrung etc. unterstützt werden.
Nach dem das anfängliche mediale Interesse abgeflaut war, sammelte die Kurdistanhilfe e.V. weiterhin. Denn insbesondere in den Regionen mit kurdischer Bevölkerung kaum staatliche Hilfe ankam. Viele sind nach wie vor obdachlos, es fehlt an medizinischer Versorgung und Möglichkeiten der Existenzsicherung. So sind die Betroffenen nach wie vor dringend auf Spendengelder angewiesen, um ihre Würde zu wahren und sich selber zu helfen.
Zur direkten Unterstützung der Menschen arbeitet die Kurdistanhilfe weiterhin mit dem Verein Heyva Sor a Kurdistanê e. V. (Kurdischer Roter Halbmond) zusammen, der vor Ort tätig ist.
Für das Projekt ‚Erdbebenhilfe‘ wurden
im Jahr 2023 60.000 €,
im Jahr 2024 5.050 € an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.
Weitere Spendenkampagnen der Kurdistanhilfe e.V. finden sie unter der Rubrik „aktuelle Projekte“.
Spenden-Stichwort: „Jinwar“

Ein ökologisches Dorf – gebaut von Frauen für Frauen, entstanden aus dem Traum der Frauen von einem selbstbestimmten und kollektiven Leben.
herausgekommen ist ein ökologisches Frauendorf, das 2018 in der Nähe der Kleinstadt Dirbesiyê eröffnet wurde. Inmitten des syrischen Bürgerkriegs verfolgt Jinwar das Ziel, einen alternativen, friedlichen Ort für Frauen zu schaffen, an welchem sie frei von jeglicher Gewalt zusammen leben können. In dem selbstverwalteten Ort, wurden Frauen aufgenommen, die die Gewalt durch den IS überlebt hatten. Die feministische und autonome Frauenkommune, die sich ökologisch verwaltet, nimmt Frauen aller Ethnien und Religionen auf. Aus dem Kurdischen übersetzt bedeutet » Jinwar Land der Frauen und ist von der Jineologie inspiriert, der „Wissenschaft der Frauen“.
Das Dorf wurde auf dem Prinzip der Selbstversorgung gegründet. Es verwaltet sich selbst. Heute besteht es aus 30 Lehmziegel-Häusern, einer Bäckerei, einer Akademie, einem Gesundheitszentrum, einem Laden und einer Gemeinschaftsküche sowie einem Gemüsegarten, einem Stall mit Ziegen und einem Schwimmbecken.
Für das Projekt ‚Jinwar‘ sind
im Jahr 2021 5.000 €,
im Jahr 2022 69.400 €,
im Jahr 2023 34.500 €,
im Jahr 2024 14.300 € an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.
Die Kurdistanhilfe e.V. sammelt weiterhin Spenden für Jinwar.
Spenden-Stichwort: „Jinwar“
Hamburger Sparkasse
DE40 2005 0550 1049 2227 04
BIC (SWIFT) HASPADEHHXXX
Zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung bitte die Adresse auf der Überweisung angeben.
Stichwort: „Prothesenwerkstatt“
In der Stadt Qamişlo befindet sich das „Heim der Verletzten“. Es ist ein Reha-Zentrum, in dem sich zumeist Arm- oder Beinamputierte aber auch Querschnittsgelähmte befinden. Das Reha-Zentrum besteht aus einer Etage mit Betten für die Patient:innen und einem Raum für Reha-Übungen. Es ist Teil der einzigen Prothesenwerkstatt der Föderation Nord-Ost-Syrien (ehemals Rojava). Die Werkstatt wird von einem Prothesenbauer geleitet. Mit ihm arbeiten weitere Mitarbeiter:innen an den Prothesen.
Für Betroffene bedeutet die Versorgung mit einer Prothese eine Perspektive für ein Leben nach dem Krieg und auf ein würdevolles Leben. Die Herstellung und Anpassung einer Prothese benötigt aktuell 2–3 Wochen und kostet etwa 3.000 Dollar. Für Betroffene sind die Prothesen allerdings kostenlos. Über 3.000 Personen konnte schon geholfen werden. Doch viele warten noch auf eine Prothese. Angesichts mehrerer Zehntausend zu Versorgender fehlt es an ausreichend Maschinen und Material zur Fertigung der dringend benötigten Prothesen.
Damit alle Betroffenen in einem zumutbaren Zeitraum die Chance auf eine Prothese erhalten, war der Ausbau der Kapazitäten der Prothesenwerkstatt dringend erforderlich. Es wurde Material und Werkzeug angeschafft, sowie die Räumlichkeiten erweitert.

Für das Projekt ‚Prothesenwerkstatt in Qamişlo‘ wurden
von der Kurdistanhilfe insgesamt ca. 15.000 €
an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.
Weitere Spendenkampagnen der Kurdistanhilfe e.V. finden sie unter der Rubrik „aktuelle Projekte“.
Stichwort: Aleppo
Die Stiftung der freien Frau in Syrien (» WJAS) unterstützt Frauen mit ihren Arbeiten in Rojava (westlicher Teil von Kurdistan) und Syrien wirtschaftlich, gesellschaftspolitisch, kulturell und in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Die Stiftung hat in den Stadtvierteln von Aleppo Şêxmeqsûd und Eşrefi, sowie in der Region Şehba, mit einer multiethnischen Bevölkerung, ein Bildungsangebot etablieren können.

Bildungszentrum Aleppo
Foto: WJAS
Das neue Büro und Ausbildungszentrum in Aleppo wurden am 18. Mai 2024 eröffnet. Die Stiftung (» WJAS) hat von der Stadtverwaltung von Şêxmeqsûd mietfreie Räume zu Verfügung gestellt bekommen. In zwei gegenüberliegenden Wohnungen gibt es Platz für sechs Büro- und Ausbildungsräume. Es können Nähkurse, Computerkurse, Friseurkurse, Sprachkurse (arabisch, kurdisch und englisch) und Erste-Hilfe-Kurse angeboten werden. Von hier aus sollen auch in den Camps für Geflüchtete in Şehba Angebote für Frauen (Beratung, Bildung und Ausbildung) aufgebaut werden. Die Wohnungen in Şêxmeqsûd waren in einem

Tisch für Friseurin-Ausbildung
Foto: WJAS
sehr schlechten Zustand, so dass hohe Kosten für Renovierungsarbeiten anfielen. Es wurden 18.000 Dollar benötigt. Ein Teil der Einrichtung und Ausstattung für die Kurse konnte schon angeschafft werden, aber es wird Geld für weitere Anschaffungen benötigt wie z.B. elektrische Nähmaschinen und weitere Laptops für die Computerkurse. Zudem müssen monatlich die laufenden Kosten für das Büro und die Gehälter aufgebracht werden. Um die Arbeiten in den Camps für Geflüchtete in Şehba aufbauen zu können, wird unbedingt ein Auto benötigt.
» über die Bildungsarbeit der WJAS in Aleppo (PDF)
Für das Projekt „Bildungsarbeit in Aleppo“ sind
im Jahr 2024 10.000 € an Spendenbeträgen gesammelt und übergeben worden.
Wir bedanken uns für die Unterstützung.